Die sechzehnjährige NELKA, die 1941 aus Lemberg verschleppt und zur Arbeit auf einem norddeutschen Gut gezwungen wird, muss in der Küche, auf dem Feld und im Garten dienen. Die Verhältnisse sind klar: Sie ist Arbeitskraft, Ware, Tauschobjekt. Bis sich im Gefüge des Gutshofes ein Kippen zeigt – eine winzige Bewegung, in der NELKA beginnt, die Welt, die sie ausnutzt, zu spiegeln. Sie greift das Begehren des Gutsverwalters auf und versucht, die Bedingungen zu wenden. Jahrzehnte später kehrt sie an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass der Verwalter sich erinnert – und macht aus dem gewaltsamen Verliehensein ein Zurückgewinnen.

Suhrkamp Verlag

 

 

 

 

Rezensionen:

 

 

 

»Eindringlicher ist über dieses Kapitel selten erzählt worden. Mosaikartig wird hier ein Bild verfertigt über Gewalt, Abhängigkeit, Missbrauch und Ausbeutung, die nicht nur Nelka, sondern auch ihre Leidensgenossinnen in diesem Roman ertragen müssen. (…) Ein Buch, das einem noch lange nachgeht.«

Angela Gutzeit, Deutschlandfunk Kultur

 

»Mit unerbittlicher Präzision verfolgt Svenja Leiber wie sich Nelkas Geschichte, und die mit ihr verbundenen Verletzungen, in Landschaften, Körpern und Biografien eingeschrieben haben.«

Ilka Lorenzen-Butzmann, Lesart, Deutschlandfunk Kultur

 

»Trotz der Schwere des Themas ist es Svenja Leibers zauberhaftes Plädoyer für unverstelltes Sehen und umfassende Wahrnehmung, wie es in der Literatur nur alle Jahre einmal derart eindrücklich aufscheint. Dann kann man es nicht vergessen. Das sublime Leuchten dieses Buches liegt in der Sehkraft und deren Überführung in die zutiefst ehrliche Sprache der Wahrhaftigkeit. «

Klaus-Martin Bresgott, Zeitzeichen (3/2026)

 

»Ein berührendes Werk ...«

Sabine Tholund, Kieler Nachrichten

 

»Lest unbedingt den neuen Roman von Svenja Leiber, er ist so stark in seiner Ruhe, so großartig in der Klarheit seiner Geschichte und so überzeugend und ermutigend in seiner Aussage, bei aller Härte seines Themas. Jetzt schon ein Highlight dieses Lesejahres, nicht nur bei mir, wie ich höre.«

nachtundtag.blog

 

»Nelka erzählt Zeitgeschichte. Aus einem kleinen Apfelbaum entwickelt Svenja Leiber mit psychologischem Verständnis und poetischer Leidenschaft einen großen Roman. Hier wird nicht abgerechnet, hier wird etwas aufgehoben: Erinnerung an Leid und die zarte Schönheit des Menschseins.«

Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur

 

»Dieser wunderbare, traurige und doch auch leichte Roman stellt die große Frage nach einer letzten Gerechtigkeit.«

Daniel Kaiser, NDR

 

»Leiber versteht es mit ihrer glasklaren, aber auch bildreichen Sprache und den gekonnten Perspektivwechseln, den Plot des Romans spannend auf das Aufeinandertreffen ihrer beiden Protagonisten hinzusteuern.«

Ebba Hagenberg-Miliu, Bonner General-Anzeiger

 

»Ihr neuer Roman, in einer glanzvollen sprachlichen Schönheit verfasst, findet die richtigen Wörter und Wendungen sowohl für das Grauen als auch für die Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten und eine nie endende Bejahung des Lebens – trotz allem.«

Zeichen&Zeiten

 

»In this concise, clear-eyed novel, Svenja Leiber brings a fresh angle to wartime fiction, focusing on a young female forced labourer and the specific forms of exploitation she faces. (…) Tautly structured and rich in recurring images, ‘Nelka’ returns over and over again to the theme of grafting: what is joined, what is cut, what takes, what does not, and what grows. It is a novel about knowledge and the body, about stolen labour and lives reshaped, and about the long half-life of coercion.«

new books in german

 

»Ein Roman wie ein ›Goldener Pepping – der allerfeinste unter den Äpfeln‹.«

Angela Wittmann, Brigitte

 

»Nelka ist ein Roman, den man nicht wieder vergisst: eine eindrückliche Suche nach literarischer Gerechtigkeit.«

Daniela Dröscher

 

»Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht erzählt Svenja Leiber von Nelka. Eine Geschichte über Widerstand und Mut in Zeiten tiefster Dunkelheit.«

Kristine Bilkau

 

»Svenja Leiber steigt in die Abgründe der Geschichte Mitteleuropas, mit nichts als ihrer kompromisslos genauen Sprache. Mit ihr vermisst sie das Wesen der Menschen. Dabei entsteht die vielleicht einzig wahre Poesie – die des Widerstands gegen die Unmenschlichkeit und das Vergessen. Und damit auch eine Poesie der Hoffnung.«

Matthias Nawrat