Das letzte Land, Suhrkamp Verlag

Erscheint außerdem in:

Spanien, Italien, England

 

Das letzte Land, Hörbuchfassung (ungekürzte Lesung) mit Burghart Klaußner, Der Audio Verlag

 

Rezensionen

»Leiber erzählt in einem Präsens, das in seiner Kargheit nur auf den ersten Blick irritiert, dessen Intensität aber bald einen Sog entfaltet, dem man sich kaum entziehen kann.«
Sandra Kegel, FAZ Messebeilage

»Ein sozial hellsichtiger Roman.«
René Hamann, Neues Deutschland

»Svenja Leiber kann nicht nur schreiben. Sie kann auch denken. (...) Ein eindrucksvoller, ein bedrängender Roman. Der einen noch über das Lesen hinaus ins eigene Leben hinein begleitet oder eher verfolgt.«
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur

»Svenja Leiber gelingt, was ihrer Figur versagt bleibt: Sie spricht nicht schuldig, sondern zeigt einen Menschen im Geflecht seiner Mitmenschen und der historischen Verheerungen des 20. Jahrhunderts. Sie erzählt sein Scheitern, sein Stolpern, sie lässt ihn den Halt verlieren, aber niemals seine Würde.«
Wiebke Porombka, Deutschlandfunk

»Es ist ein Künstlerroman, den die in Berlin lebende Autorin Svenja Leiber, Jahrgang 1975, hier vorgelegt hat. Genauer: ein Roman über das Scheitern eines Künstlers. Die Geschichte des Ausnahmemusikers Ruven umfasst fast die gesamte deutsche Historie im 20. Jahrhundert. Ein wenig fühlt man sich bei diesem Band, der irgendwann melancholisch in den 1970er-Jahren ausklingt, an Patrick Süskinds „Parfum“ erinnert. Leiber ist eine dieser Autorinnen, die immer unter dem Radar fliegen und trotzdem immer tolle Bücher vorlegen.«
zitty-Kritik Berlin

»Die Sprache erzählt mit filigraner Zartheit die sinnsuchende und staunende Kurzatmigkeit der Töne. ... Ein wunderschöner Roman!«
Uschi Lehner, Kreuzer

»Svenja Leibers Figuren sind keine klassischen Sympathie-Träger, trotzdem fühlt man sich ihnen als Leser verbunden. Vielleicht liegt das auch an der Achtsamkeit und dem Respekt, mit dem Leiber ihr Personal beschreibt. "Das letzte Land" ist Svenja Leibers zweiter Roman. Nach Aussage vieler Autoren ist er der Schwerste, weil auf ihm so viele Erwartungen ruhen. Falls dem so ist, hat Leiber sie mit ihrer ungewöhnlichen Künstler-Biographie erfüllt.«
Elke Biesel, Kölner Stadt-Anzeiger

»Svenja Leiber findet einen eigenen Ton, ein eigentümliches Accelerando und Ritardando des Erzählens, wodurch Details und Figuren in unerhörter Prägnanz zu Geltung kommen.... Dieser Roman kreuzt verschiedene Genres – den Künstlerroman mit dem Zeitroman, die Bildungsgeschichte mit der Verwilderungsgeschichte – und lebt obendrein von der Kraft der Synästhesie. Wie Ruven es vermag, die Farben der Klänge zu sehen, so instrumentiert auch Svenja Leiber den Text ihres Erinnerungsbuches.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»In "Das letzte Land" schafft Svenja Leiber ein anschauliches Zeitpanorama - in entscheidenden Momenten versagt ihre Hauptfigur ebenso wie die deutsche Gesellschaft.«
Thomas Andre, Spiegel Online

»..."Das letzte Land“ von SvenjaLeiber ist ein Bildungsroman im besten Sinne, ein erzählerisches Plädoyer für die Eigenschaft der Kunst, Widerstandskräfte freizusetzen und zu einem Kompass zu werden, allen Gefährdungen zum Trotz.«
Sabine Zaplin, Bayerischer Rundfunk

»Svenja Leibers große Qualität besteht darin, Fragen aufzuwerfen und ihnen zu folgen auch ohne Aussicht auf eine Antwort. Sie zielen auf das Selbstverständnis der Kunst und ihre moralische Verpflichtung, wollen den Entscheidungsspielraum eines Individuums ausloten, seine Prägung durch Herkunft und Zeitenlauf, sein Vermögen, Schuld und Verantwortung zu tragen.«
Carsten Hueck, ORF Ex Libris

»Svenja Leiber hat sich für eine Sprache und eine Erzählzeit entschieden, vor deren Hintergrund dieses zutiefst gegenwärtige Problem des Hin- und Hergerissenseins zwischen dem eigenen Können und dem Wunsch nach Gesellschaftskonformität in einer fast schmerzhaften Deutlichkeit hervorgehoben wird. Der Roman ist voll von Sätzen, die den Leser nahezu süchtig machen. Man liest sie nochmal und nochmal, kann beinahe nicht anders, als mit gezücktem Stift da sitzen und markieren, was man nie mehr vergessen will.«
Anne Heier, BerlinOnline

»Manchmal sind Leiber Beschreibungen ziemlich lustig - wenn sie den jungen Ruven einen "jungen Meerschweinbock" nennt -, immer aber sehr treffend und gekonnt.«
Margarete Stokowski, Literarische Welt

»Von einem Dorf, einem Künstlerleben und von fast einem kompletten Jahrhundert erzählt Svenja Leiber in ihrem großen Roman „Das letzte Land“ ... Mich hat nicht mal das märchenhaft unwahrscheinliche Happy-End der Bauernhochzeit von Marie davon abgehalten, den ganzen Roman lang zum Aufheulen berührt zu sein. Zu viel Gefühl? Gerne! „Schon wieder ein Sommer. Oder bald Herbst. Es heißt, im Herbst singen die Vögel ganz ohne Grund.«
Sabine Vogel, Frankfurter Rundschau

»„Das letzte Land“ heißt der neue Roman von Svenja Leiber, die mit dem Erzählungsband Büchsenlicht den Förderpreis des Bremer Literaturpreises gewann und seitdem auch mit ihrem ersten Roman „Schipino“ ein großes Stück Literatur geschaffen hat. Und immer wieder die Provinz: Auch „Das letzte Land“ ist da am stärksten, wo Svenja Leiber den Seelenzustand eines Dorfs im norddeutschen Hinterland ausleuchtet: kühl, trocken, protestantisch.«
Siegrid Löffler, Radio Bremen

 

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